„Wir wollen uns als dritte Kraft etablieren“ – Interview mit Holger Glinicki

Die BG Baskets Hamburg starten am kommenden Wochenende mit einem Auswärtsspiel beim USC München in das Rollstuhlbasketball-Jahr 2016. Kurz vor dem Auftakt an der Isar hat sich Cheftrainer Holger Glinicki Zeit für ein kurzes Interview genommen. Dabei blickt der Übungsleiter der HSV-Rollstuhlbasketballer zurück und nach vorne.

Holger, warum wird 2016 für den Hamburger Rollstuhlbasketball ein spannendes Jahr?
Da gibt es eine Menge Gründe: Wichtige Ligaspiele im Januar und Februar, Play Offs und die EuroLeague Vorrunde im März – und dann gibt es noch den europäischen Saisonabschluss im April. Als letzte Vorbereitung auf die Paralympics in Rio ein Damen Länderspiel gegen Großbritannien im August in der Inselpark Arena. Für die Fans und Zuschauer steht also eine Menge auf dem Programm!

 Wie sah der Plan zwischen den Jahren aus, seit wann seid ihr wieder im Training?
Wir haben eine längere Weihnachtspause gemacht und starten erst am 5. Januar mit einer leider recht kurzen Vorbereitung auf das Spiel in München. Diese Pause war aber gerade für unsere Nationalspieler hinsichtlich des weiteren Saisonverlaufes notwendig. Alle haben den letzten Sommer durchtrainiert und hatten dann eine wichtige EM bzw. Asienmeisterschaft und sind danach dann ohne Pause direkt wieder in den Ligabetrieb der BG Baskets eingestiegen. Aus Trainersicht erst einmal nicht so gut für das München Spiel, aber dennoch wichtig für den weiteren Saisonverlauf.

An welchen Aspekten des Spiels habt ihr besonders gearbeitet?
Wir haben gerade in den letzten Wochen intensiv an der Defense gearbeitet, da wir gerade in der Verteidigung noch besser als Team zusammenarbeiten müssen. Im Angriff haben wir viele gute Optionen, die wir aber noch effektiver einsetzten müssen. Daran und an unserer Konstanz müssen wir die nächsten Wochen weiter hart arbeiten.  

Ab Februar biegt die RBBL auf die Zielgerade der Hauptrunde ein. Die Plätze 1 und 2 scheinen vergeben – wer holt sich die anderen beiden Playoff-Plätze?
Die beiden ersten Plätze sind bereits an Lahn Dill und Thüringen vergeben. Ich denke die anderen beiden Play Off Plätze werden Trier, München und wir unter sich ausmachen. Nach unserem erwarteten holprigen Saisonstart können wir nach wie vor wie geplant aus eigener Kraft unser Saisonziel die Play Offs erreichen. Mein Ziel für diese Saison ist es, unser Team hinter den beiden europäischen Top Teams Lahn Dill und Thüringen als dritte Kraft zu etablieren. Passend dazu haben wir jetzt im Januar alle wichtigen Spiele gegen unsere direkten Konkurrenten München, Kaiserslautern und Trier.

Die BG Baskets Hamburg stehen erneut im Final Four um den DRS-Pokal. Im Halbfinale kommt es zur Neuauflage des Finales von 2015. Wie könnt ihr dem RSV Lahn-Dill gefährlich werden?
Bis zum Final Four sind es noch drei Monate, bis dahin wird noch einiges passieren. Unsere Konzentration ist jetzt erstmal auf die Liga und auf die Playoffs gerichtet. Dann kommt dann noch ein großes Highlight mit der Heim-EuroLeague Vorrunde in Wilhelmsburg.

Wie beurteilst du die Entwicklung deines Kaders – sind die BG Baskets Hamburg mittlerweile eingespielt?
Wir sind da auf einem sehr guten Weg, haben im November und Dezember intensiv und gut als Team trainiert. Trotzdem haben wir noch einiges an Luft nach oben, was aber hinsichtlich der Play Offs, Euroleague und Final Four auch notwendig sein wird. Was uns zurzeit noch fehlt ist die Konstanz. Wir müssen daran arbeiten, unsere mögliche Teamleistung über die volle Spielzeit auf das Parkett zu bringen. Hier sind uns die Topteams aus Lahn Dill und Thüringen noch weit voraus.

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