Spannendes Spitzenspiel: BG Baskets Hamburg unterliegen Thuringia Bulls

Es war erstklassige Werbung für den Rollstuhlbasketball, ein aufopferungsvoller Kampf der BG Baskets Hamburg und ein hoch dramatisches Bundesliga-Spiel.Mit 74:82 (29:39) müssen sich die HSV-Rollstuhlbasketballer dem Tabelleführer RSB Thuringia Bulls am 6. Spieltag der Rollstuhlbasketball-Bundesliga (RBBL) geschlagen geben. Beste Schützen für Hamburgs Rollstuhlbasketballer waren Philipp Häfeli (21 Punkte), Reo Fujimoto (18 Punkte), Hiro Kozai (17 Punkte) und Gesche Schünemann (12 Punkte). Ein ordentliches Bundesliga-Debüt legte zudem Neuzugang Mitsugu Chiwaki aufs Parkett, der in in 24 Spielminuten vier Punkte und vier Rebounds sammelte.

Vor allem zu Beginn zeigten die Gäste aus Elxleben, warum sie zu den besten Teams in ganz Europa gehören: Rasanter Tempobasketball, der maßgeblich vom Trio Joakim Linden (17 Punkte), André Bienek (12 Punkte) und Aliaksandr Halouski (27 Punkte) angeführt wurde. Die Hausherren kamen vor rund 500 begeisterten Zuschauern in der Inselparkhalle dagegen schlecht in die Gänge. „29 Punkte innerhalb der ersten zehn Minuten sind einfach zu viel. Unsere Defense war nicht bereit“, erklärte BG Baskets Hamburg Cheftrainer Holger Glinicki nach dem Schlusspfiff. Mit einem 14-Punkte-Rückstand (15:29) rollten die Hanseaten nach dem ersten Viertel auf die Bank, kamen dann aber umso gestärkter zurück. Es war nun bereits abzusehen, dass die dezimierten Bullen aus Thüringen das hohe Tempo der Anfangsminuten nicht durchhalten konnten. Punkt um Punkt kämpften sich Annika Zeyen & Kollegen zurück, Höhepunkt ein Treffer des japanischen Nationalspielers Hiro Kozai von der Mittellinie. Die magische 10-Punkte-Marke war zum Kabinengang gefallen (29:39).

Von nun an entwickelte sich eine hochklassige Bundesliga-Partie, bei der die BG Baskets mit dem Favoriten auf Augenhöhe agierte und die Bullen zum Straucheln brachte. Angeführt von den starken Centern Häfeli und Fujimoto sowie der Unterstützung des Hamburger Publikums brachten sich die Hanseaten in Schlagdistanz und waren beim 72:78 drauf und dran, die Wende herbeizuführen. Dass der Tabellenführer in Wilhelmsburg nicht fiel, lag vor allem an der beeindruckenden Nervenstärke der Gäste: 16 von 16 erfolgreichen Freiwürfen sollten am Ende der X-Faktor zum Auswärtssieg darstellen. „Wir sind noch nicht da, wo wir hin wollen – aber auf einem guten Weg. Wir müssen als Team weiter hart trainieren, haben heute aber gesehen, dass wir mit den Spitzenteams der Liga mithalten können“, so Glinicki abschließend.

Rund um die Bundesliga-Partie hatten die BG Baskets Hamburg gemeinsam mit ihren Partnern ab 16 Uhr zu einem inklusiven Erlebnistag eingeladen. Rund 500 sportbegeisterte Freunde und Fans fanden den den Weg in die Inselparkhalle, testeten selbst den Rollstuhl als Sportgerät und sahen gemeinsam den Film „Gold – Du kannst mehr als Du denkst“.

Am 22. November gastieren die HSV-Korbjäger um 14.00 Uhr bei den BSC Rollers Zwickau.

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