Meister United bestraft blutleeren Auftritt

Zum letzten Heimspiel der Saison 2016/16 hatte Rollstuhlbasketball Zweitligist BG Baskets 2 trat Tabellenführer und Aufsteiger Hannover United in Wilhelmsburg an. Die Vorzeichen vor der Partie beim Tabellenfünften waren eindeutig. Und genauso bestritten die Hamburger auch diese Begegnung: Ohne Spannung und mit wenig Siegeswillen unterlag der Aufsteiger von der Elbe den Leinestädtern klar 45:71 (10:15, 18:36, 26:56).

„Unser Auftritt war absolut blutleer, etliche Aktionen wenig fokussiert“, kommentierte Baskets-Coach Bernd Eickemeyer die Partie. Doch die deutliche Niederlage resultierte nicht nur aus der fehlenden Spannung der Hamburger. Hannover spielte über drei der vier Viertel auch groß auf. Einen Ritterschlag verdiente sich „Oldie“-Center Heiko Müllers, der die Hamburger Defensive konstant vor unlösbare Aufgaben stellte und allein 38 Korbpunkte erzielte.

Nach ausgeglichenem ersten Viertel schlug bei Hannover im zweiten Durchgang die Stunde der Youngster: U22-Nationalspieler Oliver Jantz und der erst 16-jährige Alex Budde erzielten 15 der 21 Punkte für United in den zweiten 10 Spielminuten. Auf Hamburger Seite dagegen lief spätestens jetzt gar nichts mehr zusammen. Allerdings fiel das Team trotz der fortgesetzten drückenden Überlegenheit der Niedersachsen nicht komplett auseinander. Denn als der Gästevorsprung im letzten Spielabschnitt auf 30 Zähler angewachsen war, betrieben die Baskets noch einigermaßen erfolgreich Ergebniskosmetik. Für die Hamburger spielten Karim Drews (14), Niclas Neuroth (11), Dirk Thalheim (8), Maya Lindholm (6), Jan Wienk (4), Philipp Vogel (2), Mirko Altmann, Jann Kromminga und Stephan Pauly.

Baskets-Trainer Bernd Eickemeyer blickt konsterniert auf die letzte Begegnung der Saison: „Wenn wir in Essen auch so auftreten, hilft uns auch der Vorsprung von 17 Punkten aus dem Hinspiel nicht den direkten Vergleich für uns zu entscheiden.“ Zwar geht es für beide Kontrahenten am kommenden Sonntag (15 Uhr) eigentlich „nur“ um Rang fünf in der Abschlusstabelle – für die Hamburger jedoch geht es auch um Wiedergutmachung. „Ich denke keiner von uns möchte sich so in die Offseason verabschieden“, ist sich Eickemeyer sicher.

Fotocredit: Team zu Nieden

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