HSV-Rollstuhlbasketballer bei EuroLeague-Vorrunde in Hamburg auf Platz 3

Die BG Baskets Hamburg erreichen beim Qualifikationsturnier der EuroLeague 1 in der Inselparkarena in Wilhelmsburg den dritten Tabellenplatz. Die HSV-Rollstuhlbasketballer verpassen damit nur knapp die Endrunde von Europas höchstem Vereinswettbewerb für den Rollstuhlbasketball. Aus der Hamburger Vorrunde nehmen Top-Favorit CD Ilunion aus Spanien und GSD Porto Torres aus Italien am Finalturnier in Zwickau teil. Für die Korbjäger des Hamburger SV geht die „Mission Europa“ Ende April mit der Endrunde in der EuroLeague 2 dem André-Vergauwen-Cup im spanischen Valladolid weiter.

„Madrid ist sehr souverän seiner Favoritenrolle gerecht geworden“, weiß Holger Glinicki nach dem zweitägigen Turnier auf Hamburger Parkett zu berichten. Die Spanier setzten sich angeführt vom britischen Superstar Terry Bywater gegen alle Kontrahenten durch. Die BG Baskets Hamburg mussten sich im Eröffnungsspiel dem spanischen Pokalsieger mit 47:88 geschlagen geben. „Gegen Hyeres Handi Basket haben wir uns dann am Freitagabend zurück ins Turnier gekämpft“, so Glinicki weiter. Mustafa Korkmaz, Annika Zeyen und Kollegen besiegten vor dem begeisterten Publikum die Franzosen mit 73:56 und legten somit den Grundstein für ein direktes Duell um Platz 2 im Spiel gegen GSD Porto Torres.Nach einem starken Start am Samstagvormittag mit einer 20:12 Führung für das HSV-Team fanden die italienischen Gäste allerdings angeführt von US-Boy Matt Scott (36 Punkte, 4 Dreier) vor allem nach dem Kabinengang immer besser in die Begegnung (9:17) und drehten die Partie im Schlussviertel. „Wir haben Matt Scott nicht ausreichend kontrolliert. Unter dem Brett haben wir gut gearbeitet und richtige Entscheidungen getroffen – Porto Torres hat dann aber die wichtigen Würfe getroffen und die Entscheidung herbeigeführt“, kommentiert HSV-Übungsleiter Glinicki. Zum Turnierabschluss holten sich die BG Baskets Hamburg dann gegen Beit Halochem Tel Aviv einen ungefährdeten 83:50-Erfolg und beendeten die Qualifikation für die EuroLeague 1 mit zwei Siegen und zwei Niederlagen auf dem dritten Tabellenplatz.

Beste Akteure für die HSV-Rollstuhlbasketballer waren Philipp Häfeli (u.a. 25 Punkte gegen Hyeres Handi Basket), Hiro Kozai (u.a. 22 Punkte gegen GSD Porto Torres) sowie Reo Fujimoto (u.a. 15 Punkte und 12 Rebounds gegen GSD Porto Torres).

In der gesamten Organisation auf und abseits des Parketts Turniers zeigte sich der Hamburger SV um das Organisationsteam der Bundesliga-Rollstuhlbasketballer erneut als toller Gastgeber. Nach dem Final Four Turnier um den DRS-Pokal in 2015 war der HSV ein zweites Mal Ausrichter von einem bedeutenden Rollstuhlbasketball-Turnier. Die Inselparkarena als Wohnzimmer für den Basketball in Hamburg bot die perfekte Location für die europäischen Top-Teams. „Wir haben als Gastgeber einen sehr guten Eindruck auf der europäischen Bühne hinterlassen und freuen uns, dass alles so reibungslos lief. Sportlich haben wir mit Platz 3 das wichtigste Ziel, die Endrunde der EuroLeague 2, erreicht. Wir waren nah dran an der Endrunde für die höchste europäische Liga und werden weiter an der Enwicklung des Teams arbeiten, um den nächsten Schritt Richtung internationale Topliga zu gehen.“, so Jörn Spuida, Geschäftsführer HSV e.V., nach dem Turnier. Über beide Tage hinweg kamen mehr als 1.600 Zuschauer in den Wilhelmsburger Inselpark. Auf großes Interesse stieß die Veranstaltung auch bei einigen TV-Teams aus Japan, die über ihre Landsmänner und HSV-Spieler Hiro Kozai, Mitsugu Chiwacki und Reo Fujimoto berichteten.

Die Ergebnisse der EuroLeague-1-Qualifikation im Überblick:

BG Basket Hamburg vs. CD Ilunion 47 – 88
GSD Porto Torres vs. Hyeres Handi Basket 76 – 61
CD Ilunion vs. Beit Halochem Tel Aviv 96 – 39
Hyeres Handi Basket vs. BG Basket Hamburg 56 – 73
Beit Halochem Tel Aviv vs. GSD Porto Torres 49 – 72
Hyeres Handi Basket vs. CD Ilunion 72 – 83
GSD Porto Torres vs. BG Basket Hamburg 67 – 62
Beit Halochem Tel Aviv vs. Hyeres Handi Basket 60 – 80
CD Ilunion vs. GSD Porto Torres 83 – 52
BG Basket Hamburg vs. Beit Halochem Tel Aviv 83 – 50

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