Hamburger überraschen im Münsterland

Es hätte zum Rückrundenauftakt für die Zweite der BG Baskets nicht besser laufen können: Die Hamburger landeten einen verdienten, wenngleich überraschenden, 73:61-Erfolg (14:18, 31:35, 48:44) beim BBC in Warendorf.

Durch eine geschlossene Mannschaftsleistung verbessern sich die Baskets um einen Platz in der 2. Bundesliga Nord auf Tabellenrang fünf und gewinnen zudem den direkten Vergleich mit dem BBC.

Im Münsterland trafen zwei Teams aufeinander, die beide personell dezimiert beziehungsweise gesundheitlich angeschlagen waren. Neben Center Stephan Pauly musste Baskets-Coach Bernd Eickemeyer noch am Vortag die Absagen von Mirko Altmann und Nicole Seifert hinnehmen. „Dadurch fehlte mir die zweite Formation und wir waren taktisch eingeschränkt“, bedauerte der Hamburger Trainer. Doch am Erfolg änderte das nichts.

Angeführt von einem mal wieder überragend spielenden Sören Müller auf Seiten der Gastgeber rollten die Hamburger bis Mitte des zweiten Viertels einem 14-Punkte-Rückstand hinterher. Erst die Umstellung auf eine Pressverteidigung brachte die Baskets dann zurück ins Spiel und der Rückstand schmolz zur Halbzeitpause bis auf vier Zähler zusammen. Auch nach dem Seitenwechsel setzten die Hamburger ihre aggressive Verteidigung fort, was im dritten Abschnitt dann das Spiel kippen ließ. Zusehens vom hohen Tempo der Gäste überfordert, fehlten Warendorf die spielerischen Mittel noch einmal ernsthaft gegen zu halten.

In dieser Phase zeigten sich Niclas Neuroth und Maya Lindholm eiskalt bei ihren Abschlüssen. Immer wieder von Niko Classen oder Pointguard Jan Wienk gut in Szene gesetzt, kam besonders die Hamburger Nationalspielerin zu etlichen freien Würfen. Aber auch am gegnerischen Brett und durch clevere Fahrwege konnte erstmals Center Philipp Vogel für permanente Gefahr sorgen. Der Coach lobte den wendigen Franken denn auch für seine taktische Disziplin: „Das war ein entscheidender Faktor für unseren heutigen Erfolg.“ Das Scoring der Baskets verteilte sich auf Niko Classen (18), Maya Lindholm (13), Niclas Neuroth (12), Philipp Vogel (9), Dirk Thalheim (8), Jan Wienk (7), Karim Drews (4) und Jann Kromminga (2).

Am kommenden Wochenende sind die BG Baskets 2 spielfrei. Dafür steht am darauffolgenden Sonnabend (11. Februar) ein echter Kracher an: Um 15 Uhr startet das Duell mit dem Namensvetter, den Baskets aus Rahden. Der Tabellenzweite aus Nordrhein-Westfalen hegt weiterhin Aufstiegsambitionen und wird sich daher im Wilhelmsburger Helmut-Schmidt-Gymnasium keine Blöße geben wollen.

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